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Tanker in Eigenarbeit gebaut

Ein neu in Betrieb genommenes Tanklöschfahrzeug (TLF) kann die Freiwillige Feuerwehr Wonfurt ihr Eigen nennen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Fünf technisch begabte Feuerwehrmänner haben nämlich das Einsatzfahrzeug komplett in Eigenleistung zusammengebaut und so auch der Gemeinde Wonfurt 30.000 Euro Kosten erspart. Am Samstag wurde nun das TLF im kleinen Kreis eingeweiht. Mit einer Andacht segnete Diakon Joachim Stapf das Fahrzeug im Beisein von Bürgermeister Holger Baunacher, Kreisbrandinspektor Georg Pfrang und neben den Gastgebern auch jeweils einer Abordnung der  Gemeindefeuerwehren aus Steinsfeld und Dampfach.

"Alleine an Kabeln haben wir 800 Meter in dem Tanker verlegt", beschrieb Marius Schad den Aufwand. Der Kommandant plante und schraubte zusammen mit Oliver Englert, Florian Klaus, Detlef Schramm und Andreas Wambach in unzähligen Arbeitsstunden. Bürgermeister Holger Baunacher schätzte, dass so bestimmt über 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit zusammengekommen sind. "Es ist keineswegs selbstverständlich, dass ein Feuerwehrverein sein eigenes Löschfahrzeug baut", zollte das Gemeindeoberhaupt den Feuerwehrlern Respekt und Anerkennung für diese Leistung.

Im Jahre 2019 wurde für die Neuanschaffung eines gebrauchten Ersatzfahrzeuges 80.000 Euro in den Beschaffungsplan eingestellt. Das vorherige TLF war in die Jahre gekommen und zum Schluss nicht mehr fahrbereit. Auf dem Markt gab es aber so gut wie keine Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen. Das war den verantwortlichen wichtig, damit die Feuerwehrleute keinen LKW-Führerschein benötigen. Schließlich wurde die Idee geboren, selbst Hand anzulegen. Eine Wonfurter Firma hatte einen Lastwagen mit dem gewünschten Gewicht ausrangiert und der Feuerwehr preisgünstig überlassen. Der vorhandene Kühlkoffer wurde abgebaut und durch den Aufbau des vorherigen TLF ersetzt. Anschließend war noch viel Detailarbeit notwendig, aber jedes technische Problem wurde mit Bravour gelöst, so Bürgermeister Baunacher. Komplett überholt, kann das Feuerwehrauto nun für viele Jahre seinen Dienst leisten. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Fahrzeug und die Normbeladung mit einem 2000 Liter-Wassertank und Schaummittel an Bord auf circa 50.000 Euro. Somit konnten mehr als ein Drittel der veranschlagten Kosten eingespart werden.

Diakon Joachim Stapf segnete den Tanker, der fast wie ein Neufahrzeug aussieht.

Bürgermeister Holger Baunacher (rechts) übergab offiziell den Schlüssel für das Tanklöschfahrzeug an die Feuerwehr und dankte zusammen mit Kreisbrandinspektor Georg Pfrang (links) den Einsatzkräften, die in ehrenamtlicher Eigenarbeit das Einsatzfahrzeug zusammengebaut haben. Dies sind (ab zweiter von links) Oliver Englert, Marius Schad, Florian Klaus, Andreas Wambach und Detlef Schramm.