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Dienstversammlung der Kommandanten des Lkr. Haßberge

Mit einem "Feuerwehr-Wochenende" fanden in der neuen Sport- und Kulturhalle in Theres die allerersten Veranstaltungen statt. Nach der Versammlung der Kreisjugendfeuerwehr am Samstag tagten am Sonntag die Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis Haßberge. Unter Einhaltung der Coronavorschriften freute sich Kreisbrandrat Ralf Dressel nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder eine Dienstversammlung durchführen zu können. Als Gäste waren Vertreter des BRK-Rettungsdienstes, die beiden Dienststellenleiter der Polizeiinspektionen Haßfurt und Ebern, Daniel Seeburg und Detlef Hauck, der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW) Haßfurt, Christian Günther, Bürgermeister Matthias Shcneider als Hausherr und viele Bürgermeister der Landkreisgemeinden und -städte anwesend. Der normalerweise mit der Dienstversammlung verbundene Kreisfeuerwehrtag fiel der Pandemie zum Opfer.

"Die 145 Freiwilligen Feuerwehren incl. der Werkfeuerwehren mit ihren rund 4800 ehrenamtlichen aktiven Feuerwehrleuten in unserem Landkreis sind als systemrelevant zu sehen und haben das Einsatzgeschehen während der Pandemie mit sehr viel Engagement und Disziplin absolviert. Das zeigt wiederum, dass der Ausbildungsstand unserer Feuerwehrleute hervorragend ist, obwohl die Übungsdienste eine lange Zeit eingestellt waren". Das sagte Landrat Wilhelm Schneider in seinem Grußwort und dankte den Ehrenamtlichen aller Blaulichtorganisationen für Ihren selbstlosen Einsatz während der verschärften Coronalage im vergangenen Jahr. 

Gleichzeitig versicherte Landrat Schneider, dass der Landkreis Haßberge auch künftig zu seiner Verantwortung steht, für einsatzfähige und leistungsfähige Feuerwehren zu sorgen. Die ehrenamtlich Engagierten seien bei Schadensfällen nicht wegzudenken: "Ich bin stolz auf die große Feuerwehrfamilie in unserem Landkreis und freue mich auf eine weitere gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Es ist mir ein Herzensanliegen, heute auch ganz besonders Ihren Familien Danke zu sagen. Denn diese herausfordernden Ehrenämter beanspruchen immer auch die Familie, die bereit sein muss, diese Berufung, die viel Freizeit in Anspruch nimmt, mitzutragen. Das verdient unsere aller Anerkennung".

Über fachliche Aspeklte referierte und informierte Kreisbrandrat Ralf Dressel die Versammlung. Ein Dank galt dem Landratsamt Haßberge, mit dessen reibungsloser Zusammenarbeit ein Feuerwehrausbildungszentrum im Schloss Gleisenau errichtet werden konnte. Unter der Regie von Kreisbrandinspektor Ralf-Peter Schenk wird hier zukünftig den Einsatzkräften der Landkreis-Feuerwehren der aktuelle Wissensstand rund um die Hilfeleistung vermittelt. So findet zum Beispiel demnächst ein Workshop zum Thema Mitgliedergewinnung mit Refenreten der Feuerwehrschule  statt. In Sachen digitaler Alarmierung informierte Dressel, dass bis Ende Juli die bayernweiten Ausschreibungen laufen. Danach werde mit einem Anbieter ein Rahmenvertrag abgeschlossen und anschließend die digitalen Funkmeldeempfänger geliefert, die zukünftig eine noch reibungslosere Alarmierung gewährleisten sollen.

"Wir sind kein Putzunternehmen" betonte Dressel in Hinblick auf die vielen Überflutungen von Gebäuden derzeit. Fast alle Bürger seien sehr dankbar für die Unterstützung der Feuerwehren, wenn es um die Beseitigung von Wasser aus Kellern oder Wohnräumen gehe. Dennoch gebe es Einzelne, die etwas daran auszusetzen haben. "Wir haben nicht die Aufgabe Gebäude besenrein zu hinterlassen, sondern in Notfällen Hilfe zu leisten", sagte der Kreisbrandrat. Die komplette Säuberung sei nicht die Aufgabe der Feuerwehr, denn bei größeren Schadenslagen, so wie zuletzt am Freitag, müssen die Einsatzkräfte allen helfen und nicht nur einem. 

Quasi seinen Jungferneinsatz hatte der Versorgungs-LKW mit dem modularen Gerätesatz Hochwasser der Feuerwehr Stettfeld am vergangenen Wochenende. Kreisbrandrat Dressel freute sich, dass dieses Fahrzeug des Katastrophenschutzes wertvolle Dienste leisten konnte. Kreisbrandmeister David Amling erklärte, dass mit insgesamt 18 Hochwasser-Pumpen und drei Stromerzeuger an Bord das Einsatzfahrzeug gerade bei Großschadenslagen sehr geeignet ist. Auf einzelnen Rollcontainern verladen, können die Gerätschaften und entsprechendes Zubehör zeitgleich an verschiedene Einsatzstellen in einem Ort unkompliziert verteilt werden.

Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst aus Altersgründen wurden Peter Pfaff und Peter Hegemann zu Ehren-Kreisbrandinspektoren ernannt. Gleichzeitig wurden die Nachfolger in ihr neues Amt eingeführt. 

Text und Bilder: Licha-Media, Christian Licha

Nach einem Jahr Corona-Zwangspause fand in Theres die Kommandantenversammlung der Feuerwehren statt. Im Bild von links: Bürgermeister Matthias Schneider, Kreisbrandinspektor Ralf-Peter Schenk, Ehren-Kreisbrandinslektor Peter Hegemann, Kreisbrandinspektor Stephan Biertempfel, Kreisbrandmeister Bernd Kötzner, Landrat Wilhelm Schneider, Kreisbrandmeister Peter Schüler, Kreisbrandinspektor Andreas Franz, Ehren-Kreisbrandinspektor Peter Pfaff, Kreisbrandinspektor Georg Pfrang und Kreisbrandrat Ralf Dressel.

Kreisbrandrat Ralf Dressel freut sich über die schlagkräftigen Feuerwehren im Landkreis Haßberge und die gute Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen.