Eingungsuntersuchungen nach G 26.3

Eingungsuntersuchungen nach G 26.3

Wer darf untersuchen?

Eignungsuntersuchungen der Atemschutzgeräteträger/innen sind von hierfür geeigneten Ärztinnen oder Ärzten durchführen zu lassen. Anforderungen an eine geeignete Ärztin bzw. einen geeigneten Arzt:

  • muss mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut sein und die besonderen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeiten kennen, die eine Eignungsuntersuchung erforderlich machen.

  • muss den Stand der Medizin kennen und diesen bei Eignungsfeststellungen anwenden.

  • muss dieü fr die Untersuchung notwendige apparative Ausstattung vorhalten oder auf diese Zugriff haben.

  • Für Teiluntersuchungen wie z. B. Hörtest, Laboruntersuchungen können weitere geeignete Einrichtungen beauftragt werden.

  • muss fachlich in der Lage sein, aus den Untersuchungsergebnissen die Eignung festzustellen.

 

Eine ausreichende Qualifikation ist z. B. anzunehmen bei Ärzten oder Ärztinnen, die berechtigt sind, die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin" zu führen.

Die Unternehmerin oder der Unternehmer hat sich von der Ärztin bzw. vom Arzt schriftlich bestätigen zu lassen, dass die vorgenannten Anforderungen erfüllt werden. Hierfür kann das im Anhang 1 der DGUV Vorschrift 49 "Feuerwehren" befindliche Musterschreiben verwendet werden.

Die Unternehmerin oder der Unternehmer hat sich von der beauftragten Ärztin oder vom beauftragten Arzt schriftlich mitteilen zu lassen, ob der oder die untersuchte Feuerwehrangehörige für die vorgesehene Tätigkeit eingesetzt werden kann. Dies erfolgt in der Regel durch Aushändigung des Ergebnisses der Eignungsuntersuchung an den Untersuchten bzw. die Untersuchte und Weitergabe durch diesen bzw. diese an den Unternehmer bzw. die Unternehmerin.
Die Unternehmerin bzw. der Unternehmer trägt die Verantwortung für die Auswahl einer geeigneten Ärztin bzw. eines geeigneten Arztes.

Die Pflicht der beauftragten Ärztin bzw. des beauftragten Arztes zu prüfen, ob er fachlich - vom Ausbildungs-/Weiterbildungsstand - und von der technischen Ausstattung her in der Lage ist, den Eignungsuntersuchungsauftrag anzunehmen und durchführen, bleibt hiervon unberührt. 

Fristen

Die Nachuntersuchung ist jeweils vor Ablauf der in der folgenden Tabelle genannten 12,24 oder 36 Monate berechnet ab dem Zeitpunkt der letzten Untersuchung durchzuführen.

    Tragen von Atemschutzgeräten
    Nachuntersuchung nach:
    Personen bis 50 Jahre
    36 Monaten
    Personen über 50 Jahre:
     
    -Gerätegewicht bis 5 kg
    24 Monaten
    -Gerätegewicht über 5 kg
    12 Monaten

 

Gerätegruppen und Untersuchungsinhalte

Atemschutzgeräte werden nach den Gerätegewichten oder den Atemwiderständen (Druckdifferenzen von Einatmung und Ausatmung) in Gerätegruppen 1, 2 oder 3 eingeteilt. Die körperliche Belastung durch die Geräte steigt von Gruppe 1 nach Gruppe 3 an. Entsprechend sind die Inhalte der Untersuchung den Gruppen des berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26 „Atemschutzgeräte“ zu entnehmen.

Hinweis: Der oft verwendete Kombinationsfilter A2B2E2K2-P3 (DIN 14387) entspricht der Gerätegruppe 2. Sofern Feuerwehrangehörige aufgrund Ihrer im Einsatz erforderlichen Funktion diesen Filter tragen (z.B. Dekontaminationseinheiten wie Dekon-P des Bundes), ist eine Eignungsuntersuchung nach G 26.2 erforderlich.


Rechtliche Grundlagen

Nach § 6 (3) der DGUV Vorschrift 49 "Feuerwehren" gilt:
Für die Tätigkeiten, die besondere Anforderungen an die körperliche Eignung von Feuerwehrangehörigen stellen, muss sich die Unternehmerin oder der Unternehmer deren Eignung durch Eignungsuntersuchungen vor Aufnahme der Tätigkeit und in regelmäßigen Abständen ärztlich bescheinigen lassen.

Tätigkeiten unter Atemschutz sind besonders belastende und gefährliche Tätigkeiten. Eine eingeschränkte oder nicht vorhandene Tauglichkeit hierfür birgt erhebliche Gefahren für das Leben und die Gesundheit von Feuerwehrangehörigen und/oder Dritten. Die Unternehmerin oder der Unternehmer darf Feuerwehrangehörige für Tätigkeiten, die besondere Anforderungen an die körperliche Eignung stellen, nur einsetzen, wenn eine von einer Ärztin oder einem Arzt ausgestellte Bescheinigung über die jeweilige Eignung dafür vorliegt.

 

 

Belastungsübungen: Eignungsuntersuchungen mit den Nachweis der Tauglichkeit, bitte an nachfolgende E-Mail-Adresse verschicken.

Bei Belastungsübungen können die Sani's zur Anmeldung sofort auf die Untersuchungen zugreifen.

G26.3@kfv-hassberge.de

 

Atemschutzgeräteträgerausbildung: Eignungsuntersuchungen mit den Nachweis der Tauglichkeit, bitte an nachfolgende E-Mail-Adresse verschicken.

kbi.schenk.ralf@gmail.com

 

 

 

Ärzte im Landkreis Haßberge

Ärztezentrum Maintal
Praxis Eltmann
Wallburgstr.3
97483 Eltmann
Tel.: 09522 - 94 22 0
Fax.: 09522 - 94 22 50
mail: wallburgpraxis@gmx.de

 

MVZ-Haßfurt
Dr. med. Werner Lindner
Facharzt für Arbeitsmedizin
Hofheimer Straße 65
97437 Haßfurt
Tel.: 09521 - 94 74 14 51
Fax: 09521 - 94 74 14 59
Homepage: www.mvz-hassfurt.de