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Jahreshauptversammlung 2019

Zeitungsbericht von Christian Licha, Licha-Media

Zur Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren im Landkreis Haßberge trafen sich am Samstag über 120 Jugendwarte, Jugendsprecher und deren Stellvertreter im Gasthaus Bühler in Kraisdorf.

"Von den Jugendfeuerwehren sind im letzten Jahr 86 Mitglieder in den aktiven Dienst gewechselt", freute sich Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines und stellte fest, dass Dank zahlreicher Neuzugänge die Mitgliederzahl auf Kreisebene mit 520 Jugendlichen in 41 Jugendfeuerwehren nahezu stabil geblieben ist. Im Ausblick für das Jahr 2019 kündigte Krines an, dass es künftig auch Versammlungen auf Inspektionsebene geben wird, um noch intensiver auf die Belange der 12- bis 18-Jährigen eingehen zu können. Höhepunkte in diesem Jahr werden im August das traditionelle Zeltlager in Sulzbach bei Hofheim und der "Tag der Jugend" in Sand sein.

Kreisbrandrat Ralf Dressel, der zusammen mit den Kreisbrandinspektoren des Landkreises an der Versammlung teilnahm, nannte die Jugendfeuerwehren als sehr wichtige Organisation für die Nachwuchsgewinnung. Ergänzend hierzu gebe es im Landkreis bereits 15 Kinderfeuerwehren, bei denen die Jüngsten die wichtigen Aufgaben der Feuerwehr kindgerecht vermittelt bekommen. Für die Verantwortlichen der Kinderfeuerwehren gebe es nicht ein einheitliches Vorgehen, sondern jede örtliche Organisation könne direkt auf die Kinder eingehen und das Programm so gestalten, dass es auf diese genau abgestimmt ist, so Dressel. Nicht selten bekomme der Kreisbrandrat auch die Frage gestellt, ob das Feuerwehrhaus besonders gesichert sein muss, wenn Kinder sich dort aufhalten. Dies sei nicht der Fall, denn die üblichen Vorkehrungen würden ausreichen. "Man sollte die Kinder aber nicht ausstatten, wie die aktive Feuerwehr", betonte Dressel in Hinblick auf Schutzanzüge im Miniformat, die auf dem Markt angeboten werden. Gegen eigene T-Shirts oder Westen sei nichts einzuwenden, aber eine Ausrüstung wie bei einem Erwachsenen sei schon sehr übertrieben. Die Kinderfeuerwehren sind jetzt auch organisatorisch in die Jugendfeuerwehr mit aufgenommen, so dass gewährleistet sei, dass Informationen noch besser fließen.

Dank und Anerkennung sprach der stellvertretende Landrat Oskar Ebert den Mitgliedern und Betreuern der Jugendfeuerwehren aus. Sicher sei die Brandbekämpfung eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, aber alleine können diese das nicht stemmen. Umso wichtiger sei es, dass es Menschen gibt, die bereit sind, ehrenamtlich mitzuarbeiten. "Deshalb müssen wir uns gerade in der heutigen Zeit darum kümmern, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Feuerwehren herangeführt werden", machte Ebert klar.

Pfarrweisachs Bürgermeister Ralf Nowak, zu dessen Gemeindegebiet der Versammlungsort gehört, erkannte ebenfalls an, dass die Jugend die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren ist. "Jugendfeuerwehr ist nicht nur Feste feiern, sondern hauptsächlich interessante Übungen mit modernem Gerät", erklärte Nowak, und spielte hier auf das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrweisach an, das technisch auf dem aktuellen Stand ist. "Sollten die Ausrüstung und Fahrzeuge in Eurem Heimatort veraltet sein, sprecht euren Bürgermeister darauf an", forderte der Bürgermeister, der selbst seit über 30 Jahren Feuerwehrmann ist, die Versammlung auf.

Den Wahlvorstand für die Neuwahlen bildeten der stellvertretende Landrat Oskar Ebert und die beiden Kreisbrandinspektoren Georg Pfrang und Peter Hegemann. Kreisjugendfeuerwehrwart ist weiterhin Johannes Krines, der von seinem Stellvertreter Ralf Schlinke unterstützt wird. Jeweils einstimmig gewählt wurden Anna Schmidt als Schriftführerin, Sebastian Noll als Kassier sowie Elias Schlinke und Manfred Bühler als Ausschussmitglieder. Als Kassenprüfer fungieren Martin Müller und Michael Thomann. Neuer Kreisjugendsprecher wurde Marvin Krämer, dem als Stellvertreter Christian Benkert zur Seite steht. Besonderen Dank galt den bisherigen Kreisjugendsprechern Celina Kaden und Marco Speckner für ihre Arbeit in den letzten Jahren. Außerdem wurden folgende Fachbereichsleiter benannt: Horst Burger (Ausbildung/Prüfung), Carsten Stark (Kreisjugendring), Johannes Schobig (EDV), Andreas Franz und Uwe Kern (Öffentlichkeitsarbeit), Johannes Krines (Zeltlager und Ausflüge) sowie Katharina Biertempfel und Susanne Eckl (Kinderfeuerwehr).

Der Ausschuß der Kreisjugendfeuerwehr Haßberge stellt sich vor

 

 

Jahreshauptversammlung 2017

Die turnusgemäßen Neuwahlen des Kreisausschusses standen bei der Jahreshauptversammlung am 28.01.2017 in der Alten Schule in Hofstetten wieder an. Kreisjugendwart Johannes Krines (Sand a. Main) und sein Stellvertreter Ralf Schlinke (Königsberg)  sind auf 6 Jahre gewählt, somit steht hier die nächste Wahl erst 2021 an. Aber alle anderen Posten mussten neu besetzt bzw. bestätigt werden.

Landrat Wilhelm Schneider legte als Wahlleiter eine Rekordzeit vor, innerhalb kürzester Zeit war der Punkt Wahlen abgeschlossen. Da die bisherigen Kreisjugendsprecher Alicia Pfuhlmann und Elias Schlinke altersbedingt aus der Jugendfeuerwehr ausscheiden mussten Nachfolger gefunden werden, die Vorschläge für Selina Kaden (Eltmann) als Kreisjugendsprecherin und Marco Speckner (Sand a. Main) als Stellvertreter wurden von den Jugendsprechern der einzelnen Wehren einstimmig per Akklamation angenommen.

Auch die weiteren Ausschussposten konnten per Akklamation bestätigt werden, somit wurden Anna Schmidt (Schönbrunn) als Schriftführerin und Martin Müller (Prappach) als Kassier genauso bestätigt wie die beiden Beisitzer Susanne Eckl (Ditterswind) und Manfred Bühler (Jesserndorf). Neue Kassenprüfer sind nun Michael Thomann (Trossenfurt) und Sebastian Noll (Zeil).

Die Fachbereichsleiter Ausbildung/Übungen Horst Burger (Kleinmünster), EDV/MP-Feuer Johannes Schobig und Öffentlichkeitsarbeit/Homepage Andreas Franz (beide Ermershausen) wurden in ihren Funktionen bestätigt. Uwe Kern (Junkersdorf a.d.W.) wurde schon vor einigen Monaten in die Vorstandschaft des Kreisjugendrings gewählt. Nun wird er auch offiziell die Jugendfeuerwehren als Fachbereichsleiter Kreisjugendring dort vertreten und tritt somit die Nachfolge von Jürgen Werner an.

Zu Beginn der Versammlung gab es einige Grußworte die mit der Ansprache von Landrat Wilhelm Schneider eingeleitet wurden. Schneider lobte das Engagement der Jugendlichen die sich in ihrer Freizeit die Uniform anziehen anstatt das Wochenende gemütlich zu begehen. Ohne die Jugendarbeit wäre es in vielen Orten nicht mehr möglich genügend Nachwuchs für die Feuerwehren zu generieren. Ein besonderer Dank galt Kreisjugendwart Johannes Krines und seinem Stellvertreter Ralf Schlinke für das umfangreiche Programm welches jedes Jahr organisiert wird. An die Jugendlichen gerichtet, appellierte er noch möglichst viele andere Jugendliche zu motivieren in der Feuerwehr mitzumachen, herauszustellen was passiert wenn sich alle vor dem Dienst drücken und auch klar zu machen wie viel Spaß die Arbeit in der Feuerwehr macht.

Der Bürgermeister der Stadt Königsberg, Claus Bittenbrünn, zeigte sich erfreut dass so viele Jugendliche den Weg in das hochgelegenen, noch schneebedeckte, Hofstetten gefunden haben. Er betonte die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren da es in den ländlichen Regionen keine andere Möglichkeit gibt den Schutz der Bevölkerung sicher zu stellen.

Auch Kreisbrandrat Ralf Dressel dankte Johannes Krines mit seiner Mannschaft für das umfangreiche Angebot jedes Jahr und betonte vor allem nochmal den hervorragend organisierten Bezirksjugendtag der von der Jugendfeuerwehr Lkr. Haßberge 2016 in Haßfurt ausgerichtet wurde. Die Nachwuchsgenerierung gestaltet sich immer schwieriger, er wies deshalb auf bayernweite Werbeversuche, z.B. mit Radiospots, durch den Landesfeuerwehrverband Bayern hin. Als Beispiel guter Öffentlichkeitsarbeit erwähnte er den Zeitungsbericht zur Wiederbelebung der Jugendfeuerwehr Burgpreppach. Weiterhin informierte Dressel über den aktuellen Stand der Kinderfeuerwehren. Bei der anstehenden Neuregelung des Feuerwehrgesetztes sollen diese gesetzlich mit verankert werden, es gibt aber noch keine Vorschläge zur Umsetzung. Vor allem versicherungsrechtliche Fragen und Anforderungen an die Gerätehäuser sind noch nicht geklärt und werden auch unterschiedlich aufgefasst. Da hierzu noch keine Regelungen gefasst sind bleibt keine andere Möglichkeit die Kinderfeuerwehren über die Vereine zu organisieren und vor allem darüber auch entsprechenden Versicherungsschutz zu gewährleisten.

Auf den demografischen Wandel ging auch Bezirksjugendwart Thomas Grimmer ein und betonte die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit. Auch die Kinderfeuerwehren sind in diesem Zusammenhang Thema. Weiterhin wies er auf die Landes- und Bundeswettbewerbe hin und machte gleich Werbung für den nächsten Action-Day der Bezirksjugend, welcher 2018 in Bad Kissingen stattfindet.

In seinem Jahresbericht ging Johannes Krines, untermalt mit etlichen Bildern, auf die zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr ein. Das Highlight bildete das zwanzigste Zeltlager in Sulzbach mit 144 Teilnehmern aus 11 Jugendfeuerwehren. Auch der Ausflug ins Legoland war wieder gut besucht, wie auch die Blaulichtdisco und die Orientierungsfahrt. Beim Ausflug der Jugendwarte wurden kleinere Anpassungen am Konzept vorgenommen, so ging es diesmal nicht weit weg sondern man blieb im Landkreis und besuchte mit Grenzmuseum und Steinbruch Attraktionen im nordwestlichen Landkreis. Hervorzuheben war noch die Teilnahme am Action-Day der Bezirksjugendfeuerwehr in Bischofsheim bei dem zum dritten Mal in Folge der Titel in den Landkreis Haßberge ging. Diesmal war die Jugendfeuerwehr aus Rentweinsdorf erfolgreich. Den Abschluss bildeten wie jedes Jahr die Veranstaltungen zum Wissenstest, an den vier Terminen nahmen insgesamt 233 Jugendliche teil. Die größten Bewegungen im Kassenbericht verursachte natürlich das Zeltlager, die Richtigkeit des umfangreichen Zahlenwerkes konnte durch die Kassenprüfer Uwe Hein und Uwe Kern bestätigt werden.

Die Jahresstatistik wurde von Johannes Schobig vorgetragen, er berichtete von insgesamt 521 Jugendlichen (360 männlich, 161 weiblich) in den 51 gemeldeten Jugendfeuerwehren im Landkreis. 85 Neuaufnahmen standen 75 Übertritte in die aktive Wehr sowie 53 Ausscheidungen gegenüber. Der gemeldete Aufwand für Jugendwarte und Betreuer betrug landkreisweit insgesamt 9289 Stunden.

Zum Abschluss der Versammlung stellte Johannes Krines noch den aktuellen Terminplan für das kommende Jahr vor, welcher hier geladen werden kann.