< Dienstversammlung Feuerwehr Gädheim-Ottendorf 2019
01.02.19

Großer Andrang bei der alljährlichen Versammlung der Jugendfeuerwehren aus dem Lkr. Haßberge


Zur Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren im Landkreis Haßberge trafen sich am Samstag über 120 Jugendwarte, Jugendsprecher und deren Stellvertreter im Gasthaus Bühler in Kraisdorf.

"Von den Jugendfeuerwehren sind im letzten Jahr 86 Mitglieder in den aktiven Dienst gewechselt", freute sich Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines und stellte fest, dass Dank zahlreicher Neuzugänge die Mitgliederzahl auf Kreisebene mit 520 Jugendlichen in 41 Jugendfeuerwehren nahezu stabil geblieben ist. Im Ausblick für das Jahr 2019 kündigte Krines an, dass es künftig auch Versammlungen auf Inspektionsebene geben wird, um noch intensiver auf die Belange der 12- bis 18-Jährigen eingehen zu können. Höhepunkte in diesem Jahr werden im August das traditionelle Zeltlager in Sulzbach bei Hofheim und der "Tag der Jugend" in Sand sein.

Kreisbrandrat Ralf Dressel, der zusammen mit den Kreisbrandinspektoren des Landkreises an der Versammlung teilnahm, nannte die Jugendfeuerwehren als sehr wichtige Organisation für die Nachwuchsgewinnung. Ergänzend hierzu gebe es im Landkreis bereits 15 Kinderfeuerwehren, bei denen die Jüngsten die wichtigen Aufgaben der Feuerwehr kindgerecht vermittelt bekommen. Für die Verantwortlichen der Kinderfeuerwehren gebe es nicht ein einheitliches Vorgehen, sondern jede örtliche Organisation könne direkt auf die Kinder eingehen und das Programm so gestalten, dass es auf diese genau abgestimmt ist, so Dressel. Nicht selten bekomme der Kreisbrandrat auch die Frage gestellt, ob das Feuerwehrhaus besonders gesichert sein muss, wenn Kinder sich dort aufhalten. Dies sei nicht der Fall, denn die üblichen Vorkehrungen würden ausreichen. "Man sollte die Kinder aber nicht ausstatten, wie die aktive Feuerwehr", betonte Dressel in Hinblick auf Schutzanzüge im Miniformat, die auf dem Markt angeboten werden. Gegen eigene T-Shirts oder Westen sei nichts einzuwenden, aber eine Ausrüstung wie bei einem Erwachsenen sei schon sehr übertrieben. Die Kinderfeuerwehren sind jetzt auch organisatorisch in die Jugendfeuerwehr mit aufgenommen, so dass gewährleistet sei, dass Informationen noch besser fließen.

Dank und Anerkennung sprach der stellvertretende Landrat Oskar Ebert den Mitgliedern und Betreuern der Jugendfeuerwehren aus. Sicher sei die Brandbekämpfung eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, aber alleine können diese das nicht stemmen. Umso wichtiger sei es, dass es Menschen gibt, die bereit sind, ehrenamtlich mitzuarbeiten. "Deshalb müssen wir uns gerade in der heutigen Zeit darum kümmern, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Feuerwehren herangeführt werden", machte Ebert klar.

Pfarrweisachs Bürgermeister Ralf Nowak, zu dessen Gemeindegebiet der Versammlungsort gehört, erkannte ebenfalls an, dass die Jugend die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren ist. "Jugendfeuerwehr ist nicht nur Feste feiern, sondern hauptsächlich interessante Übungen mit modernem Gerät", erklärte Nowak, und spielte hier auf das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrweisach an, das technisch auf dem aktuellen Stand ist. "Sollten die Ausrüstung und Fahrzeuge in Eurem Heimatort veraltet sein, sprecht euren Bürgermeister darauf an", forderte der Bürgermeister, der selbst seit über 30 Jahren Feuerwehrmann ist, die Versammlung auf.

Den Wahlvorstand für die Neuwahlen bildeten der stellvertretende Landrat Oskar Ebert und die beiden Kreisbrandinspektoren Georg Pfrang und Peter Hegemann. Kreisjugendfeuerwehrwart ist weiterhin Johannes Krines, der von seinem Stellvertreter Ralf Schlinke unterstützt wird. Jeweils einstimmig gewählt wurden Anna Schmidt als Schriftführerin, Sebastian Noll als Kassier sowie Elias Schlinke und Manfred Bühler als Ausschussmitglieder. Als Kassenprüfer fungieren Martin Müller und Michael Thomann. Neuer Kreisjugendsprecher wurde Marvin Krämer, dem als Stellvertreter Christian Benkert zur Seite steht. Besonderen Dank galt den bisherigen Kreisjugendsprechern Celina Kaden und Marco Speckner für ihre Arbeit in den letzten Jahren. Außerdem wurden folgende Fachbereichsleiter benannt: Horst Burger (Ausbildung/Prüfung), Carsten Stark (Kreisjugendring), Johannes Schobig (EDV), Andreas Franz und Uwe Kern (Öffentlichkeitsarbeit), Johannes Krines (Zeltlager und Ausflüge) sowie Katharina Biertempfel und Susanne Eckl (Kinderfeuerwehr).

Text und Bilder: Licha-Media, Christian Licha

Über 120 Jugendwarte, Jugendsprecher und deren Stellvertreter füllten den Saal im Gasthaus Bühler in Kraisdorf.

Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines (rechts) freute sich über die große Beteiligung an der Jahreshauptversammlung.

Diese Mannschaft wird die Kreisjugendfeuerwehr in den nächsten zwei Jahren führen. Mit im Bild einige Fachbereichsleiter und die ehemaligen Kreisjugendsprecher: (von links) Martin Müller, Kreisbrandrat Ralf Dressel, Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines, Manfred Bühler, Sebastian Noll, Horst Burger, Susanne Eckl, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Schlinke, Celina Kaden, Carsten Stark, Anna Schmidt, Uwe Kern, Michael Thomann, Marco Speckner, Marvin Krämer und Christian Benkert.

Jugendfeuerwehr besteht nicht nur aus Vergnügen, sondern auch aus Leistung. Die Prüfungen zur "Jugendflamme" finden jeweils beim alljährlichen Zeltlager statt.

Auch Landrat Wilhelm Schneider gratulierte im letzten Jahr den Jugendfeuerwehrlern zur bestandenen "Jugendflamme".

Viele Kinderfeuerwehren im Landkreis haben auch ein Maskottchen, so wie hier die Jüngsten in Zeil.