dt. Jugendleistungsspange

Jugendleistungsspange 2019

41 Jugendliche sind seit Samstag stolze Besitzer der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Die Abnahme für diese höchste Auszeichnung  im Jugendbereich fand für die Angehörigen der Kreisjugenfeuerwehr Haßberge auf dem Sportplatz des FC Zeil statt.

Kreisbrandinspektor Peter Pfaff, der als Vertreter des verhinderten Kreisbrandrates Ralf Dressel vor Ort war, gratulierte den Teilnehmern im Alter von 15 bis 18 Jahren der Jugendfeuerwehren aus Zeil, Ziegelanger, Neubrunn, Sand, Kirchaich, Prappach, Hofheim und Ermershausen zu diesem Abschluss in der Jugendfeuerwehr. "Ihr seid die Zukunft der Feuerwehr und habt heute gezeigt, dass ihr perfekt in der Gruppe zusammenarbeiten könnt", lobte Pfaff und hob hervor, dass es keineswegs selbstverständlich sei, als zukünftige aktive Feuerwehrmänner und -frauen seine Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit zu opfern.

Dass alle teilnehmenden Gruppen die Prüfung bestanden haben, sei kein Zufall, wie Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines erklärte. Schon während seiner gesamten Zeit bei der Jugendfeuerwehr habe der Nachwuchs bei zahlreichen Übungen und Prüfungen sein Können gezeigt und sich somit perfekt auf die Jugendleistungsspange vorbereitet.

Kreisbrandmeister Horst Klopf aus dem Landkreis Schweinfurt war Abnahmeberechtigter und verfolgte zusammen mit zahlreichen Führungsdienstgraden, darunter auch die Kreisbrandinspektoren Peter Hegemann, Georg Pfrang und Ralf-Peter Schenk, das Geschehen.

Bevor der Feuerwehrnachwuchs das begehrte Abzeichen mit aus Altsilber geprägtem Eichenlaub in Empfang nehmen konnte, mussten bei fünf verschiedenen Aufgaben Leitung gezeigt werden.

Die Schnelligkeitsübung stellt die Wasserförderung über eine lange Schlauchstrecke dar. Vorschriftsmäßig musste hier die Gruppe acht doppelt gerollte C-Schläuche hintereinander auslegen, was einer Gesamtlänge von 120 Meter entsprach.Innerhalb von 75 Sekunden mussten die Schlauchleitungen ohne Verdrehung auf dem Boden liegen und die Endstücke miteinander gekuppelt sein.

Ein angenommener Löschangriff mit Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer war eine weitere Aufgabe. Hier musste der Saugschlauch an der Tragkraftspritze festgemacht werden und das fiktive Wasser mit drei C-Schläuchen zum angenommenen Brandherd geführt werden. Streng nach den Feuerwehr-Dienstvorschriften musste diese Übung in Teamwork gemeistert werden. Der Wertungsrichter überprüfte schließlich ob eine theoretische Wasserabgabe möglich gewesen wäre.

Die Körperstärke und -gewandheit der Jugendlichen wurde beim Kugelstoßen trainiert. Der erste Teilnehmer stößt die Kugel von der Startlinie, der zweite von dem Punkt, an dem die Kugel vom ersten Teilnehmer aufgekommen ist und so weiter. Der letzte Teilnehmer muss mit seinem Stoß die 55 Meter-Marke erreicht haben, damit die Aufgabe erfüllt ist. 

Schnelligkeit und Ausdauer galt es beim Staffellauf unter Beweis zu stellen. Hierbei mussten alle Mitglieder einer Gruppe eine Strecke von insgesamt 1500 Meter laufen und die Aufgabe innerhalb von Vier Minuten und 10 Sekunden erfüllen. 

Schließlich gab es auch einen theoretischen Teil, bei dem das Fachwissen geprüft wurde. Die Jugendlichen mussten zur Organisation, Ausrüstung, Geräte und Löschmittel der Feuerwehr genauso Fragen beantworten wie zu verschiedenen Löschverfahren und Unfallverhütungsvorschriften.

In folgenden Gruppen legten die Jugendlichen ihre Prüfung ab und bekamen dafür die Deutsche Jugendleistungsspange verliehen:

Jugendfeuerwehren Zeil/Ziegelanger/Neubrunn:
Luca Ehmsen, Elena Günther, Michael Kanter, Florian Schlund, Elias Weber, Tim Bronst, Elias Le, Enea Mortitz, Nick Pfister.

Jugendfeuerwehr Sand:
Fabian Fella, Lara-Sophie Schneier, Niklas Scharbert, Leon Rippstein, Marvin Krämer, Louis Rippstein, Lukas Hey, Lisa Schroll, Oliver Schneider.

Jugendfeuerwehren Prappach/Hofheim:
Leonie Zösch, Lean Pfaab, Hannes Hauck, Lena Bohl, Yannick Henel, Jean-Paul Daschner, Leon Baum, Cosmo Dressel, Manuel Braun.

Jugendfeuerwehren Kirchaich:
Sven Koch, Raphael Burger, Jonas Deinhart, Benedikt Schäder, Moris Steppert, Pascal Barthelmes, Nico Schauß, Johannes Schramm.

Jugendfeuerwehr Ermershausen:
Jakob Pötsch, Marius Kessler, Jonas Schweinfest, Marcel Then, Kevin Flachsenberger, Tim Gottwald.

Text: Christian Licha, Licha Media
Bilder: Uwe Kern

Deutsche Jugendleistungsspange 2015

Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr stellt das höchste Abzeichen dar was ein Jugendlicher in seiner Laufbahn in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Sie wird verliehen wenn eine Gruppe zeigt, dass sie in fünf Bereichen körperlich und geistig den Anforderungen gewachsen ist.

Zu dieser Herausforderung traten am Sonntag, den 18.10.2015 insgesamt 36 Jugendliche aus dem Haßbergkreis in Königsberg am Sportgelände an. Dieses Abzeichen kann nur auf Kreisebene undunter Aufsicht eines speziellen Abnahmeberechtigten durchgeführt werden. Deshalb ist eigens dafür Günther Rupkalvis aus Veitshöchheim als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes Unterfranken erschienen. Zusammen mit den vier Kreisbrandinspektoren, einigen Kreisbrandmeistern und weiteren Schiedsrichtern führte er die Abnahme durch.

Schon in der Vorbereitung war einiges an Organisation gefragt. Alle Aufgaben müssen in Gruppen mit jeweils neun Teilnehmern bewältigt werden. Da nicht jede Jugendfeuerwehr neun eigene Teilnehmer stellen konnte, wurden insgesamt vier gemischte Gruppen aus sieben Jugendfeuerwehren gebildet. Um gemeinsam üben zu können mussten einige Termine gefunden werden.

Gefordert waren die Jugendlichen in insgesamt fünf Disziplinen, sowohl aus dem feuerwehrtechnischen als auch dem sportlichen Bereich. Ausschlaggebend war immer die Gruppenleistung. So zählte beim Kugelstoßen die Gesamtweite aller Teilnehmer und auch beim Staffellauf über 1500 Meter ging es nur um die Gesamtzeit. Bei der Schnelligkeitsübung war eine lange Schlauchleitung bestehend aus 8 C-Schläuchen frei von Verdrehungen in knapp bemessener Zeit zu verlegen. Ohne Zeitdruck war der Aufbau eines Standardlöschangriffes durchzuführen. Hier wurde vor allem Wert auf fehlerfreie und saubere Arbeit gelegt. Die letzte Disziplin bildete die Beantwortung von Testfragen. Diese waren aber nicht nur auf die Feuerwehr beschränkt sondern gingen auch in die Bereiche Politik und Gesellschaft. Ein weiterer, ganz wichtiger Bewertungspunkt, war noch der Gesamteindruck den die Gruppen während der Abnahme machten.

Abschließend konnten die Teilnehmer aus den Jugendfeuerwehren Jesserndorf, Unterpreppach, Ermershausen, Markt Maroldsweisach, Hofheim, Prappach und Eltmann (mit Ortsteilen) von Günther Rupkalvis die begehrten Abzeichen in Empfang nehmen. Rupkalvis betonte die hervorragende Leistung die trotz widriger Wetterumstände von allen Teilnehmern abgelegt wurde und überbrachte auch die Glückwünsche der Jugendfeuerwehr Unterfranken. Kreisjugendfeuerwehrwart Johannes Krines freute sich über den reibungslosen Ablauf und dankte der Feuerwehr Königsberg für die Unterstützung bei der Ausrichtung. Sein weiterer Dank galt den Schiedsrichtern und vor allem dem Platzwart des TV Königsberg. In Vertretung vom Kreisbrandrat dankte KBI Peter Pfaff im Namen der Kreisbrandinspektion den Jugendlichen für ihr Engagement. Alle Teilnehmer, aber auch ihre Heimatfeuerwehren können stolz sein über die heute erbrachten Leistungen. Er hob vor allem die gemeinsamen Übungen im Vorfeld hervor, denn im späteren Feuerwehrdienst können größere Schadenslagen nur durch gemeinsames Handeln mehrerer Wehren bewältigt werden.

 

Text: Andreas Franz; Bilder: Johannes Schobig, Frank Kimmel

Abnahme der deutschen Jugendleistungsspange in Königsberg vom 05.05.2013

Bericht Stefan Lang, Bilder Rudi Hauck und Birgit Wilk

Sechs Jugendfeuerwehren trafen sich am Sonntagmorgen, den 05.05.2013, in Königsberg auf dem Sportgelände zur Abnahme der deutschen Jugend-leistungsspange.

50 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Eltmann, Hofheim, Hofstetten, Knetzgau, Neubrunn und Sand stellten sich diesem Leistungstest, der von der Kreisjugendfeuerwehr alle zwei Jahre, im Wechsel mit der Orientierungsfahrt, abgehalten wird.

Die deutsche Jugendleistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen, das die Deutsche Jugendfeuerwehr verleiht.

Voraussetzung für die Abnahme der Leistungsspange ist die mindestens einjährige Zugehörigkeit zu einer Jugendfeuerwehrgruppe und dass er/sie im Jahr der Abnahme mindestens 15, maximal 18 Jahre alt ist.

 

Die Prüfung selbst besteht aus fünf Teilen. Der Schnelligkeitsübung, dem Löschaufbau, der Beantwortung von Fragen, dem Kugelstoßen und dem Staffellauf. Die Übungen sind keine Einzelübungen, sondern sind in der Gruppe abzulegen.

 

Die Schnelligkeitsübung ist bestanden, wenn die Gruppe 8 C-Schläuche, insgesamt 120 m Schlauch, verdrehungsfrei in einer Mindestzeit von 75 Sekunden verlegen kann. Dieser Teil ist aus Sicht vieler Teilnehmer der schwierigste Punkt der ganzen Abnahme. Nur durch ausgiebiges Üben kann dies eine Gruppe erreichen. Im Einsatz ist die Fähigkeit Schläuche drallfrei zu verlegen aus Gründen der Unfallverhütung wichtig. Bei einem drallfrei verlegtem Schlauch ist die Gefahr, dass miteinander gekuppelte Schläuche sich unter der Belastung mit Wasser wieder lösen und mit Ihren Kupplungen durch den Wasserdruck gefährlich um sich schlagen, wesentlich verringert.

 

Für das Vortragen eines Löschangriffs nach der Feuerwehrdienstvorschrift 4 (FwDV 4) gibt es keine zeitliche Beschränkung. Ist der Schnelligkeitstest für viele Teilnehmer der schwierigste Teil der Abnahme, so stellt das Vortragen eines Löschangriffes nach der FwDV 4 den wichtigsten Teil der Abnahme dar und unterstreicht damit den Praxisbezug dieses Leistungstests. Bei der Beurteilung dieser Übung durch die Schiedsrichter wird Wert auf einen zügigen und fehlerfreien Aufbau gelegt. Theoretisch muss es möglich sein, dass von der Wasserentnahme, über die Weiterleitung des durch die Feuerwehrpumpe geförderten Wassers, das Löschwasser über 3 C-Strahlrohre auch abgegeben werden könnte.

 

Mit der nichtöffentlichen Fragerunde an die Gruppe, wird das Wissen der Gruppe um Organisation, Ausrüstung und Gerätschaften der Feuerwehren, sowie den Löschmitteln, den Löschverfahren, den Unfallverhütungsmaßnahmen und Allgemeinwissen aus Gesellschaft und Politik geprüft.

 

Die Sportübungen Kugelstoßen und Staffellauf schließen die Jugendleistungsprüfung ab. Beim Kugelstoßen muss durch die Gruppe mindestens eine Gesamtweite von 55 m erreicht werden. Beim Staffellauf muss das Staffelholz das Ziel nach 1.500 m in einer Zeit von mindestens 4 Minuten 10 Sekunden erreicht haben.

 

Bei allen Übungen wird zudem das Auftreten der Gruppe als Ganzes gewertet. Allein die Übungen erfolgreich bestanden zu haben ist damit nicht ausreichend. Es kommt dabei nicht auf ein militärisches Auftreten der Gruppe an, sondern auf ein diszipliniertes Auftreten. Auch in der Praxis kann nur durch ein diszipliniertes Verhalten des Einzelnen in der Gruppe das jeweilige Einsatzziel erreicht werden.

 

Am Mittag konnte der Abnahmeberechtigte Gerold Schneiderbanger (FF Ebing), die Wertungsrichter Rudi Lübke (KBI), Peter Hegemann (KBI), Peter Pfaff (KBI), Georg Pfrang (KBI) und Horst Burger (Ehren-KBM und Fachbereichsleiter Ausbildung und Prüfungen in der Kreisjugendfeuerwehr Haßberge), sowie der Bürgermeister von Königsberg Erich Stubenrauch allen Teilnehmer zu einer erfolgreichen Abnahme beglückwünschen. Dem konnten sich Johannes Krines, KBM und Kreisjugendwart im Lkr. Haßberge und sein Stellvertreter Ralf Schlinke, stellv. Kommandant der FF Königsberg, nur anschließen.

 

An der Abnahme nahmen teil:

aus Eltmann: Alicia Pfuhlmann, Daniel Kundmüller, Tobias Wüstenhöfer, Marco Hofmann, Johannes Hofmann, Kevin Kümmel, Felix Schuhmann, Lukas Bauer und Charlene Kaufmann;

aus Hofheim: Jessica Barth, Vanessa Köhler, Lisa Wunderlich, Vanessa Wilk, Maximilian Leicht, Jan Bohl, Korbinian Köberle, Vastimil Sarközy und Markus Klarmann;

aus Knetzgau: Nico Günther, Max Hagenbucher, Marco Heilmann, Luisa Mahr, Sascha Pataky, Eva Persch, Lukas Schneider, Jan Schroll und Daniel Weißkopf;

aus Hofstetten: Elias Schlinke, Marvin Hauck, Chris Hauck, Maximilian Pickel, Simon Döll, Philipp Keilholz. Jan-Sascha Reimann, Lea Schmitt und Julian Holzmann;

aus Neubrunn: Jessica Holzmann, Julian Holzmann, Johannes Pickel, Heiko Mantel, Lukas Kaufmann; Sand: Robin Frey, Annemarie Engelbrecht, Melissa Krämer, Patrick-Kevin Mahr, Moritz Miederhoff, Alina Rippstein, Fabian Rippstein, Sophie Rückert und Jan Philipp Müller.