FAQ Digitalfunk

Funktionieren Statusmeldungen auch wenn andere Gruppen als die FW_HAS geschaltet sind?

Die Statusmeldungen werden im Hintergrund abgearbeitet und sind unabhängig von der geschalteten Gruppe. Status 1-4 sowie 6-8 setzen immer den entsprechenden Fahrzeugstatus im Einsatzleitsystem der ILS Schweinfurt.

Auch die Sprechwünsche 5 + 0 werden an die ILS Schweinfurt gesendet. Hierbei wird auch die aktive, geschaltete Gruppe übertragen was unterschiedliche Auswirkungen hat:

- Kommt der Sprechwunsch aus einer Gruppe, welche von der ILS Schweinfurt verwaltet wird (z.B. alle Sonder- und ZA-Gruppen des Leitstellenbereiches), erscheint der Sprechwunsch beim Feuerwehrdisponenten der ILS Schweinfurt. Nimmt dieser den Sprechwunsch an bekommt er automatisch die jeweilige Gruppe aufgelegt und ist sofort empfangsbereit. Es sind somit auch aus Sonder- und ZA-Gruppen alle Kontaktaufnahmen mit der ILS grundsätzlich über Status 5 bzw. 0 einzuleiten!

- Wird der Sprechwunsch aus einer von einer Nachbarleitstelle verwalteten Gruppe gesendet (z.B. ILS Bamberg-Forchheim bei FW_BA oder ILS Coburg bei FW_CO#) wird der Sprechwunsch von der ILS Schweinfurt automatisch über das Einsatzleitsystem an die zuständige Leitstelle weitergeleitet. Diese sendet bei Sprechbereitschaft ebenfalls einen Status J - Sprechaufforderung an das Einsatzmittel und ist auf der jeweiligen Gruppe empfangsbereit. Allerdings ist in den Nachbarleitstellen die übertragene ISSI von unseren Geräten nicht mit einem Funkrufnamen verknüpft. Deshalb ist für die Disponenten der Nachbarleitstellen nicht ersichtlich von welchem Einsatzmittel der Sprechwunsch gesendet wurde. Aus diesem Grund muss der eigene Rufname bei Gesprächseröffnung genannt werden, Kontaktaufnahmen mit der ILS der betroffenen Nachbarlandkreise sind trotzdem grundsätzlich mit Status 5 einzuleiten.

Wie lange sollen die analogen 4m-Funkgeräte noch vorgehalten werden?

Im 4-Meter-Bereich ist der Analogfunk immer noch als Rückfallebene vorgesehen. So lange keine begründete Notwendigkeit zum Ausbau eines Gerätes besteht bzw. so lange die Geräte nicht ausfallen sollen sie weiterhin eingebaut und funktionstüchtig gehalten werden. Ein endgültiger Zeitpunkt ab wann die Geräte ausgebaut werden können ist aktuell noch nicht absehbar. Weiterhin muss der analoge 4m-Funk von Feuerwehren in Grenzgebieten zu Bereichen, die noch nicht digital funken, funktionstüchtig bleiben. Dies betrifft vor allem Feuerwehren an der Landkreisgrenze zu Rhön-Grabfeld sowie zur Landesgrenze nach Thüringen.
Bei Neufahrzeugen kann normalerweise auf den Einbau analoger Funktechnik verzichtet werden solange über z.B. ein anderes Fahrzeug am Standort die analoge Verfügbarkeit gewährleistet ist.  Im Zweifelsfall stehen hier die Ansprechpartner der Kreisbrandinspektion beratend zur Seite.

Wie lange sollen die analogen 2m-Funkgeräte noch vorgehalten werden?

Grundsätzlich ist es nicht mehr nötig analoge 2m-Geräte mit zu führen. Es sind aber immer die örtlichen Begebenheiten zu beachten. Dies betrifft vor allem wieder die Grenzgebiete zu Rhön-Grabfeld und Thüringen bei denen der Einsatzstellenfunk noch analog abgewickelt wird. Aber auch im Landkreis Haßberge haben noch nicht alle Feuerwehren die Umstellung auf Digitalfunk im Atemschutz gemeldet, auch in diesen Fällen sind 2m-Geräte nötig um mit diesen Kräften kommunizieren zu können.
Es wird empfohlen das jede Feuerwehr bis auf weiteres zumindest ein 2-Meter-Gerät mitführt.

Wie verhält sich ein gesperrtes Digitalfunkgerät?

Wird ein TETRA-Funkgerät durch die ILS gesperrt läuft es nach dem Einschalten hoch, das Startdisplay wird kurz hell (ca. 1 Sekunde) und das Funkgerät schaltet sich selbstständig wieder aus. Eine Entsperrung wird auf Anforderung durch die ILS Schweinfurt durchgeführt.

Wann erfolgt die Umstellung auf digitale Alarmierung?

Die Projektgruppe Diginet des bayerischen Innenministeriums arbeitet derzeit an der Umsetzung der bayernweiten digitalen Alarmierung im TETRA-Netz. Mittlerweile sind auch die ersten zertifizierten Endgeräte von den Herstellern auf den Markt gebracht worden.

Die Planungen sehen vor zuerst in der Lehrleitstelle in Geretsried die Alarmierungssoftware einzuspielen und dort zu testen. Anschließend folgen ausgewählte ILS-Bereiche in denen die Alarmierung implementiert und getestet wird. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser ganzen Tests kann mit einem flächenmäßigen Aufbau begonnen werden.

Bis auf weiteres bleibt es im Landkreis Haßberge bei der analogen Alarmierung, sobald eine belastbare Terminschiene feststeht werden die nötigen Stellen informiert. Da die Alarmierungsumstellung ein sehr komplexes und aufwändiges Thema darstellt kann mit einer Umsetzung in der nächsten Zeit nicht gerechnet werden.

Wie beantrage ich eine TETRA-Sondergruppe?

Für Übungen und Ausbildungen besteht die Möglichkeit eine der Sondergruppen zu beantragen und nutzen. Hierzu ist folgender Weg einzuhalten:

Die ILS Schweinfurt stellt im Downloadbereich immer das aktuelle Formblatt zur Anmeldung von Sicherheitswachen / Übungen / Sondereinsätzen zur Verfügung, in diesem ist auch der Antrag für TETRA-Sondergruppen integriert.

https://ils-schweinfurt.brk.de/downloads/feuerwehr-und-thw

Dieses Formular bitte ausfüllen und an einen der Funk-KBM bzw. an die zentrale Mailadresse digitalfunk@kfv-hassberge.de senden.

Über die Funk-KBM wird die Sondergruppe bei der ILS beantragt und anschließend dem Antragsteller die zu nutzende Sondergruppe mitgeteilt.

Der Antrag für eine TETRA-Sondergruppe soll spätestens 10 Tage vor der geplanten Nutzung eingegangen sein!!

Was sind HRT, MRT und FRT?

Diese Begriffe bezeichnen die unterschiedlich Geräte im Digitalfunk.

HRT = Hand(Held) Radio Terminal = Handsprechfunkgerät

MRT = Mobile Radio Terminal = Fahrzeugfunkgerät

FRT = Fixed Radio Terminal = Fest eingebautes (ortsfestes) Funkgerät

Sind die HRT für Kommandant, Gruppenführer und Mannschaft identisch?

Ja, es handelt sich um identische Geräte. Eine Unterscheidung findet sich lediglich in der Programmierung sowie den im Netz geschalteten Berechtigungen. Zur Unterscheidung werden die Geräte mit Bedienknöpfen in unterschiedlichen Farben versehen.

Wo liegen die Unterschiede in der Funktion der HRT's und wie werden diese gekennzeichnet?

Status 5 = Sprechwunsch ILS

Status 0 = dringender Sprechwunsch ILS / Abmeldung Gerätehaus (im Einsatz)

rot = Repeaterfunkion (Reichweitenerhöhung, Wiederholung und Verstärkung der Signale im DMO)

gelb = Einsatzleiter (Führug, Kommandanten)

blau = Gruppenführer

grün = bes. Führungsdienstgrade

schwarz = Feuerwehrmann

Muss bei der Bestellung bereits auf die spätere Funktion der HRT geachtet werden?

Ja, bei der Bestellung muss bereits fest stehen ob es sich um ein Repeatergerät, ein Gerät für den Kommandanten, Gruppenführer oder Mannschaft handelt.

Bei Geräten mit Repeaterfunktion ist der rote Bedienknopf bereits berücksichtigt.

Geräte für Kommandanten und Gruppenführer werden anders programmiert was durch farbige Bedienknöpfe gekennzeichnet wird. In der TTB werden keine Geräte mit Sonderfunktionen programmiert wenn der farbige Bedienknopf nicht vorhanden ist.

Welche Farbcodierung ist für das HRT bei einer Feuerwehr mit einem TSA vorgesehen?

Bei einer TSA-Feuerwehr ist für das HRT ein schwarzer Drehknopf vorgesehen (Standardbestellung). Dieses Gerät erhält die Berechtigung die Statusmeldungen für den TSA als Einsatzmittel zu setzen und an die ILS zu senden. Für den Kommandanten einer TSA-Wehr kann entweder ein blauer oder ein gelber Drehknopf gewählt werden. Dieses Gerät erhält nur die Berechtigung für Status 5 bzw. 0 als Sprechwunsch an die ILS. 

Können die Laderhaltungen für HRT's auch selbst eingebaut werden?

Der Einbau von HRT-Ladehalterungen erfordert keine Fachfirma, diese Tätigkeit kann also auch von den Feuerwehren selbst geleistet werden. Bei den Ladeerhaltungen handelt es sich um passive Ladeerhaltungen. Es wird also nur Strom zur Ladeschale gelegt. Die technischen Voraussetzungen wie z.B. Spannungswandler, Ladeerhaltung, Fahrzeug usw. müssen dabei natürlich berücksichtigt werden.

Welches Trägerblech ist für welche HRT-Ladehalterung geeignet?

Hier gibt es eine Übersicht welche Trägerbleche für die verschiedenen Ladehalterungen geeignet sind:

Info Ladehalterung Abl&Kaeufl

Werden auch Ex-Geräte bezuschusst?

Handfunkgeräte mit Atex-Zulassung (EX-Geräte) können nur gefördert werden wenn eine Feuerwehr 18 Monate vor Aufnahme des erweiterten Probebetriebs mit derartigen Geräten ausgestattet war.  Die Förderung richtet sich dabei nach dem zu diesem Zeitpunkt nachweislich vorhanden Bestand von explosionsgeschützten analogen BOS-Handfunkgeräten 

Seitens der Kreisbrandinspektion sehen wir es nicht als erforderlich an, dass sich Feuerwehren Atex-Geräte beschaffen.

Atex Geräte befinden sich auf Sonderfahrzeuges des Bundes und des Freistaates Bayern und werden nach Bedarf alarmiert.

Können Digitalfunkgeräte auch von Privatpersonen und Feuerwehrvereinen beschafft werden?

Abrufberechtigt für Geräte aus dem Rahmenvertrag sind die Kommunen und der Landkreis Haßberge sowie anerkannte Werkfeuerwehren. Ein Bezug durch Privatpersonen und Vereine ist nicht möglich.